Einen Tag vor dem zweiten Halbfinale und drei Tage vor dem großen Finale des Eurovision Song Contest 2026 in Wien hat Spotify die aktuellen Streaming-Daten ausgewertet. Sie zeigen: Bei den Hörer*innen in Europa führt bislang der italienische Beitrag „Per sempre sì“ von Sal Da Vinci – in Österreich liegt COSMÓ mit „TANZSCHEIN“ klar vorne.
Hörer*innen aus Europa haben auf Spotify bereits über 1,2 Millionen Playlists rund um den Wettbewerb erstellt und die diesjährigen Beiträge mehr als 40 Millionen Mal gestreamt.
Sal Da Vinci ist bei Spotify Hörer*innen in Europa am beliebtesten – in Österreich steht COSMÓ ganz oben
Vor dem Finale, das diesen Samstag in Wien stattfindet, haben Hörer*innen in Europa den italienischen Beitrag „Per sempre sì“ von Sal Da Vinci auf Spotify häufiger gestreamt als alle anderen. Dahinter folgt der schwedische Beitrag „My System“ von FELICIA (Platz zwei), auf Platz drei der finnische Song „Liekinheitin“ von Linda Lampenius und Pete Parkkonen. Ebenfalls in den Top 5: der israelische Beitrag „Michelle“ von Noam Bettan (Platz vier) sowie der dänische Beitrag „Før vi går hjem“ von Søren Torpegaard Lund (Platz fünf).
Für Österreich zeigt sich ein anderes Bild: In seinem Heimatland steht der österreichische ESC-Teilnehmer COSMÓ mit „TANZSCHEIN“ an der Spitze – gefolgt vom deutschen Beitrag „Fire“ von Sarah Engels auf Platz zwei. Den dritten Platz belegt „Liekinheitin“ von Linda Lampenius und Pete Parkkonen aus Finnland. Erst auf Platz vier folgt der europaweit meistgestreamte Beitrag „Per sempre sì“ von Sal Da Vinci aus Italien, auf Platz fünf „My System“ von FELICIA aus Schweden.
Diese ESC-Beiträge legen im Jahresvergleich am stärksten zu
Der Eurovision Song Contest ist eines der bedeutendsten kulturellen Ereignisse in Europa. Er rückt europäische Talente in den Vordergrund und unterstützt Künstler*innen dabei, weltweit neue Fangemeinden aufzubauen – und schon jetzt haben einige der diesjährigen Teilnehmer*innen ihre Streams im Jahresvergleich in ganz Europa erheblich gesteigert.
Die Streams von JIVA, der diesjährigen ESC-Künstlerin aus Aserbaidschan, sind in den vergangenen zwölf Monaten in Europa um beeindruckende 68.000 Prozent gestiegen. Eva Marija aus Luxemburg verzeichnete einen Anstieg von rund 35.800 Prozent, die Streams des finnischen Eurovision-Duos Linda Lampenius und Pete Parkkonen konnten um 18.100 Prozent zulegen.
In Österreich konnte eben jenes finnische Eurovision-Duo seine Streams im Jahresvergleich sogar noch stärker steigern – diese stiegen in den vergangenen zwölf Monaten um rund 90.800 Prozent. Dicht dahinter folgt JONAS LOVV aus Norwegen mit einem Anstieg von rund 27.900 Prozent. Den dritten Platz belegt die ESC-Künstlerin Essyla aus Belgien, deren Streams in Österreich um rund 23.900 Prozent gestiegen sind.
Beim ESC 2026 hat jede Generation ihre Favorit*innen
Bei den Gen-Z-Hörer*innen in Europa verzeichnen sowohl der serbische Beitrag „Kraj mene“ von Lavina als auch der moldauische Beitrag „Viva, Moldova!“ von Satoshi den höchsten Anteil – 32 Prozent ihrer Streams entfallen jeweils auf die Altersgruppe 13–24 Jahre. Dicht dahinter liegt der rumänische Beitrag „Choke Me“ von Alexandra Căpitănescu mit 31 Prozent.
Im Vergleich dazu ist der Anteil der älteren Hörer*innen beim schwedischen Beitrag „My System“ von FELICIA am höchsten – 87 Prozent der Streams entfallen auf die Altersgruppe 25+. Ebenfalls besonders stark bei den älteren Generationen zeigt sich der italienische Beitrag „Per sempre sì“ von Sal Da Vinci (84 Prozent) sowie der deutsche Beitrag „Fire“ von Sarah Engels (81 Prozent).
Anders sieht es für den österreichischen Markt aus: Bei den jungen Gen-Z-Hörer*innen liegen „Choke Me“ (34 Prozent), „Andromeda“ von LELEK aus Kroatien (33 Prozent) sowie „Kraj mene“ (32 Prozent) auf den ersten drei Plätzen. Die Unterschiede zu den europäischen Vorlieben spiegeln sich auch bei den älteren Hörer*innen wider: „Per sempre sì“ steht mit einem Anteil von 82 Prozent an der Spitze. Darauf folgen „Rosa“ von Bandidos do Cante aus Portugal (80 Prozent) sowie „Just Go“ von JIVA aus Aserbaidschan (79 Prozent).
Profitiert Montenegro von der ESC-Erfolgsformel?
Eine geheime Formel für einen ESC-Sieg gibt es natürlich nicht – doch Spotify hat alle bisherigen Siegertitel des Wettbewerbs auf gemeinsame Merkmale hin untersucht. Der „perfekte Beitrag“ hat demnach ein Tempo von 127 BPM, steht in F-Dur und setzt auf den klassischen 4/4-Takt. Einige der diesjährigen Beiträge kommen dieser Formel bemerkenswert nahe.
So hat Montenegros Beitrag „Nova Zora“ von Tamara Živković 128 BPM, eine 4/4-Taktart und steht in F – allerdings in F-Moll statt F-Dur. Der polnische Beitrag „Pray“ von ALICJA kommt auf 125 BPM, hat eine 4/4-Taktart und steht ebenfalls in F-Moll. „TANZSCHEIN“, der österreichische Beitrag von COSMÓ, ist mit 130 BPM zwar etwas schneller – 4/4-Taktart und F-Moll kommen aber auch hier zum Einsatz.
Top 10 der meistgestreamten ESC-Songs 2026 in Europa:
1. Sal Da Vinci – „Per sempre sì“ (Italien)
4. Noam Bettan – „Michelle“ (Israel)
5. Søren Torpegaard Lund – „Før vi går hjem“ (Dänemark)
8. Sarah Engels – „Fire“ (Deutschland)
9. DARA – „Bangaranga“ (Bulgarien)
10. Alexandra Căpitănescu – „Choke Me“ (Rumänien)
Top 10 der meistgestreamten ESC-Songs 2026 in Österreich:
1. COSMÓ – „TANZSCHEIN“ (Österreich)
2. Sarah Engels – „Fire“ (Deutschland)
4. Sal Da Vinci – „Per sempre sì“ (Italien)
6. DARA – „Bangaranga“ (Bulgarien)
9. Søren Torpegaard Lund – „Før vi går hjem“ (Dänemark)









